Pilotprojekt „Laufbus“ Friedrichshafener Grundschulen

Der Stadtsportverband bietet zusammen mit der Polizei, der Verkehrswacht und der AOK an der Grundschule Fischbach und Schnetzenhausen im Rahmen des Projektes „Laufbus“ ab diesem Schuljahr 2017/2018 die Möglichkeit, dass die Kinder begleitet zur Schule laufen können.

Dabei wurde ein Konzept erarbeitet, welches auf andere Grundschulen in Friedrichshafen übertragbar ist. Grund für das Projekt ist die immer größer werdende Bewegungsarmut. Anfang des Jahres wurde durch einen Fragebogen herausgefunden, dass bis zu 40 Prozent der Schüler mit dem Auto gebracht werden. Dies hat wiederum ein Verkehrschaos vor der Schule zur Folge. Durch das Projekt werden die Kinder zu mehr Bewegung ermutigt und fördern damit langfristig ihre Gesundheit. Sie erlernen verkehrssicheres Verhalten und Gefahren einzuschätzen, erleben sich als Teil der Gesellschaft, nehmen ihre Umgebung zu allen Jahreszeiten aktiv wahr und entwickeln einen Ortsbezug.

Der Start des Projektes war der Aktionstag am 22. September 2017. An diesem Tag führten die Kooperationspartner Aktionen für die Kinder durch. Von 16. Oktober bis 27. Oktober sowie nach den Herbstferien von 06. November bis 10. November war der „Laufbus“ unterwegs. Die Schulweg-Gemeinschaften werden von Begleitpersonen geführt, welche die Aufgabe haben die Kinder von den Haltestellen aus zur Schule zu begleiten. Dabei gibt es eine Fahrplanauskunft mit Haltestellen, an denen die Kinder „einsteigen“ können und damit gemeinsam zu Fuß zur Schule gehen können. Es gibt drei Linien in Fischbach und eine Linie in Schnetzenhausen, welche von der Polizei im Voraus kontrolliert wurden.

Die Startpunkte in Fischbach sind die Kreuzungen Kapitän-Wagner-Straße/Dornierstraße, St. Vitus Kirche/Doktor-Rueß-Platz und Cottastraße/Dornierstraße. Der Startpunkt in Schnetzenhausen ist die Kreuzung Tannenburgstraße/Raderacherstraße. An den jeweiligen Startpunkten sind Haltestellenschilder auf Aluverbund gedruckt und mit Startzeit versehen. Diese Schilder wurden am Aktionstag von den Kindern ausgemalt.

Es haben sich zehn Begleitpersonen gefunden, für die am 9. Oktober ein Schulungsabend der Polizei stattgefunden hat. Zudem fanden mit den Begleitpersonen und mit den Kooperationspartnern jeweils Nachbesprechungen statt, sodass sich das Projekt weiterentwickeln kann und dadurch zum Selbstläufer wird.

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